Eine meiner langjährigen Faszinationen rund um das Chilli ist die Art, wie es – gemeinsam mit anderen essbaren Pflanzen – in Ostasien oft in urbanem Gärtnern zu finden ist.

Ein kurioser Fall davon war Lijiang.

Hier nämlich fand ich, mitten in der romantischen und von Touristen geradezu überströmten Altstadt, einige Beispiele für solches “Guerrilla-Gärtnern”.

In kleinen Töpfen, neben Blumenschmuck, aber auch am Rand mancher der Wasserkanäle, die sich offen durch die Altstadt ziehen und im Freiraum zwischen Häusern wurde etwas Gemüse – und Chilli – angebaut.

Man musste es nur bemerken!

Hier kommt natürlich nicht nur die Lust am eigenen Gemüse zum Tragen – für die es in China oft doch noch etwas mehr Platz gäbe (und wenig Grund, rein praktisch gedacht).

Hier spielt wohl auch mit, dass Chilli einfach eine ganz hübsche Pflanze ist bzw., vor allem wenn sie reifen, dank ihrer Früchte wird – und selbst in China wird behauptet, dass Chilli sich zuerst einmal als Zierpflanze verbreitet hätte.