Wenn man Spargel schon im Speckmantel machen kann, dann passt er auch im Hunan-Stil zubereitet – mit Speck, grünem Chilli und Knoblauch!

Natürlich muss man sich hier ein wenig überwinden und darf den dicken, langen Spargel nicht unversehrt lassen.

Das soll chinesisches Essen werden, also gehören die Zutaten so geschnitten, dass sie schnell gebraten werden können und sich gut mit Essstäbchen nehmen lassen.

Sorry also allen, denen das beim phallischen Aussehen der Spargelstangen weh tut. Aber bitte, was ist denn an im Ganzen zum einschrumpeln gebratenem Spargel so viel attraktiver?

Rezept im klassischen Sinne schreibe ich hier keines.

Dieses Essen ist kein klassisches Rezept der chinesischen Küche. Und wäre es das, so würde es auch genug Diskussionen darüber geben, wie es am besten wäre – und genug Freiheit, Zutaten zu variieren, wie es Koch und Esser wollen.

Vorbereitung

Zunächst einmal Spargel waschen, faserig-harte Enden abschneiden, in Stücke schneiden. (Ich nehme typischerweise die Hälfte eines 500 g Bundes für zwei Personen, als Teil eines Essens. Circa 2,5 cm lange Stücke, halbiert oder geviertelt – oder kleiner – je nach Dicke.)

Grünes Chilli waschen und grob hacken. 3-5 Stück, mittelscharf wie üblich. Es sollte nicht zu viel sein, aber schon ein Teil des Gerichts.

3-5 Knoblauchzehen schälen und quetschen (mit der Breitseite des Messers).

Etwas Speck in Scheibchen schneiden, essgerecht. Fetterer Speck ist besser. Menge: nicht zu viel, nicht zu wenig, nach Lust und Laune.

Zubereitung

In einer Pfanne (ja, ja, Wok) etwas Öl erhitzen, um anfängliches Ankleben zu verhindern (wenn nötig).

Speck hinein und braten.

Wenn sich das Fett schön auslässt, eventuell etwas davon in eine feuerfeste Schüssel abschöpfen (und damit das nächste Gemüse braten); der Speck sollte in genug Fett braten, aber nicht darin schwimmen.

Wenn der Speck etwas knusprig-braungebraten wird, kommt der Spargel dazu. Braten, bis er bissfest-weich wird, ein paar Minuten.

Dann kommen Chilli und Knoblauch dazu und werden auch noch kurz mitgebraten.

Hier geht es eher darum, die Aromen gut zu entwickeln und zu verteilen, sonst nichts. Wichtig ist nur, dass man Chilli und Knoblauch nicht anbrennen lässt.

Salzen, noch einmal mischen und ab in die Schale, in der man dieses Essen servieren will.

Die Erwähnung ist hoffentlich nicht (mehr) nötig, aber der Vollständigkeit halber: Dieses Gericht sollte eines von mehreren sein (so 3 verschiedene für zwei Personen). Und natürlich isst man so etwas mit Reis.