Kitano-no-mukashi ist ein koicha matcha (“dicker” Matcha) von Ippodo Tea Co., Kyoto – und exklusiv im Geschäft dort direkt zu bekommen.

Es wäre eine Gemeinheit, würde ich von Ippodo nur billigen Matcha ausprobieren. Höchste Zeit also, dass wir uns hier auch besseren Qualitäten an Matcha von diesem Teehaus zuwenden.

Ein besserer Matcha, der zudem exklusiv im Ippodo-Geschäft in Kyoto zu bekommen ist – natürlich etwas, was ich probieren wollte!

Ippodo Store, Kyoto

Kitano-no-mukashi würde, seinem Preis nach, in der Qualität gleich unterhalb des Spitzen-Matcha von Ippodo Tea landen (vergleichbar mit Choan bei Marukyu Koyamaen, zumindest dieser Reihung an Qualitäten nach).

Als Usuicha ist er elegant, recht vollmundig, leicht süss, überhaupt nicht bitter.

Ich hatte ein kleines Problem damit, dass er mehr zum Verklumpen neigt (wie auch andere Matcha von Ippodo) als die Tees von Marukyu Koyamaen, die ich sonst am meisten verwende.

Das ist aber kein ernsthaftes Problem, schliesslich wird bei jedem Matcha geraten, ihn bald vor der Verwendung erst einmal zu sieben.

Das Aroma war jedenfalls sehr angenehm, wie man es von einem solchen Spitzenmatcha auch erwarten würde.

Kitano-no-mukashi als Koicha ist, wie viele der Tees, die auch so verwendet werden können, noch einmal um einiges intensiver im Aroma.

Oder eigentlich eben nicht intensiv, so wie man sich das vielleicht einfach wegen des Wortes erwarten würde. Intensiv ist er im Sinne eines schön runden und gehaltvollen Aromas, mit einer angenehmen Süsse und Eleganz.

Interessant am Aroma als Koicha ist bei Kitano-no-mukashi auch, dass er so einen Geschmack hat, den ich doch als herb bezeichnen würde, aber nicht als bitter. Er ist so komplex, ziemlich rund, ziemlich süss – aber alles sehr elegant, flüchtig in einem guten Sinne.