Nur noch Tenju wäre höhere Qualität, ansonsten ist Choan die Spitze des Angebots von Marukyu Koyamaen – und das merkt man auch.

Als Spitzen-Matcha ist dieser Tee geradezu gemacht für die Verwendung als “dicker” Koicha, gut als Usucha, aber auch sehr unterschiedlich, je nachdem.

Choan als Usucha

Meine erste Verwendung und Probe des Choan Matcha war als dünner Usucha, und darin zeigt er einen Geschmack, wie viele hochwertige Grüntees.
So ist er sehr gut, aber typisch elegant und zurückhaltend: Man bekommt von ihm eine gewisse Süße, ein sehr feines Aroma, keinerlei Bitterkeit… Aber geradezu zu fein ein Aroma.

Der Matcha macht, so genossen, vielleicht seinem Namen – ewig währender Friede – alle Ehre, in seiner Flüchtigkeit und Ruhe.

Choan als Koicha

Als Koicha allerdings war Choan eine wahre Offenbarung.

So intensiv genutzt entfaltet der Matcha seine ganze Aromatik, reich an Umami, rund, vollmundig, süß.
Das Aroma ist vielschichtig, das Mundgefühl zart und weich und der Geschmack zugleich klar, stark und doch ruhig und friedvoll.

Ich versuche gerade, das mit vielen Worten zu beschreiben, aber eigentlich bin ich recht sprachlos zurückgeblieben.

Marukyu Koyamaen Choan Matcha

Marukyu Koyamaen Choan Matcha

Choan ist teuer, aber er zeigt auch, dass es wirklich ganz unterschiedliche Qualitätsklassen von Matcha gibt und die teuren derselben ihr Geld durchaus wert sind.

Für einen Matcha-Anfänger würde ich diesen Matcha nicht unbedingt sofort empfehlen; etwas Erfahrung hilft schon dabei, die Geschmacksunterschiede erkennen und schätzen zu können.

Zugleich aber wäre ein solcher Matcha ein wesentlich interessanterer, besserer Einstieg als die diversen Varianten von billigem Matcha, die man an nur zu vielen Orten bekommen könnte…