Anfang Mai, Zanthoxylum-Bäume wie der japanische Pfeffer (Sansho) blühen, man kann Hana Sansho ernten.

Oder man könnte, jedenfalls…

Was ist Hana Sansho?

Mein Sansho (Zanthoxylum piperitum) hat gerade erst seinen ersten Winter um, dementsprechend ist er noch weit davon entfernt, zu blühen und zu fruchten. Dementsprechend habe ich noch keine Hana Sansho.

Dies schliesslich wären die Blüten jenes japanischen Pfeffers.

Genau genommen, die männlichen Blüten dieses zweihäusigen “Pfeffers”, der eben männliche wie weibliche Individuen hat.

Mein(e) Zanthoxylum-“Pfeffer”, Blühend

Der bei mir bereits blühende und fruchtende Zanthoxylum, das ist die Art Zanthoxylum simulans (oder soll das jedenfalls sein), die einhäusig ist: Hier also gibt es sowohl die männlichen als auch die weiblichen Teile in der Blüte.

Das ist sehr gut dafür, Sichuanpfeffer (den diese Art ergibt) zu produzieren, aber es ist nicht so gut für Hana Sansho. Schliesslich würde man a) die Blüten eher nicht essen wollen, die später noch das Gewürz ergeben werden, und hat b) hier leider eine Art, die nicht so aromatisch ist, wie der wirkliche japanische Pfeffer.

Gewürze von Zanthoxylum

Für Inspiration, was man alles von der Pflanze probieren könnte und besser einmal probiert, dafür ist das trotzdem immer gut!

Für mich ist es umso faszinierender, da man in Japan nicht unbedingt grosse Begeisterung für ein so spezielles, aromatisches Gewürz erwarten würde. Hier werden aber tatsächlich mehr verschiedene Teile genutzt, als in China (oder allen anderen Ländern, in denen Zanthoxylum wächst, jedenfalls, so weit ich davon etwas weiss).

Zuerst wird hier Kinome geerntet. Dann kommt – sehr kurzzeitig – eben Hana Sansho. Und später dann das eigentliche Gewürz “Sansho”…

Beziehungsweise bei mir, von meinen fruchtenden Pflanzen, eben Sichuanpfeffer/Huajiao.

Hana Sansho

Hana Sansho