Ippodo ist eine gute Quelle für Matcha – und für ein wenig Einsicht in einen speziellen Aspekt von Matcha, seine Benennungen.

Von Ippodo gibt es nämlich, zum einen, einen Online-Shop, auch in gutem Englisch, der international versendet.
Zum anderen erklärt Ippodo dort einiges, unter anderem auch, welche Namen verschiedene ihrer Matcha in der Urasenke bzw. Omotesenke, den zwei bekanntesten Teeschulen, tragen.

Matcha, Namentlich

Von Matcha hört man sonst oft so, als wäre jeder gemahlene Tee (zumindest Grüntee) auch gleich Matcha, maximal mit einer Unterscheidung in einen billigen Matcha zum Kochen und Backen (culinary grade) und einen teureren “ceremonial grade” für die Teezeremonie.

Tatsächlich aber gibt es unterschiedliche Qualitäten von Matcha (stets zum Trinken, für die Teezeremonie, denn traditionell war das praktisch die einzige Verwendung desselben), die sich in unterschiedlichen Namen widerspiegeln.

Musubi-no-shiro = Akebono-no-shiro

Einer von zwei “billigen” Matcha von Ippodo, die ich aus Japan mitgebracht habe, um auch einmal solche auszuprobieren, ist jedenfalls der Musubi-no-shiro – nach seinem Namen in der Omotosenke-Teeschule.

In der Urasenke-Teeschule heisst dieselbe Qualität an Matcha (sprich, derselbe Tee) Akebono-no-shiro.

Ein Vergleich mit teuren Matcha von Marukyu Koyamaen ist hier natürlich sehr lehrreich, macht er die Unterschiede doch besonders gut bemerkbar, er ist aber auch eine gewisse Gemeinheit.

Man sollte schliesslich nicht die höchste Güte eines Produkts von einem Hersteller mit den günstigsten Qualitäten eines anderen Herstellers vergleichen. Mache ich aber auch nicht; schliesslich habe ich auch günstige Matcha-Qualitäten von Marukyu Koyamaen und teurere, speziellere Matcha von Ippodo, denen ich mich noch widmen werde.

Musubi-no-shiro ist jedenfalls einer der günstigen, nach ihrer Einteilung “leichten”, Matcha von Ippodo.

Der Geschmack

Im Vergleich zu besseren Matcha ist er bemerkbar bitterer, adstringierend. Er ist aber auch, gut als Usuicha gemacht, grün, grasig und erfrischend.

Wie üblich bei diesen Qualitäten von Matcha fehlt es ihm an Reichhaltigkeit, an Umami und Rundheit des Aromas. Als ein Alltagsmatcha aber ist er – solange man eine Grüntee-Bitterkeit schon gewöhnt ist und mag – eine gute Wahl.