Weiter mit einem Matcha, der nicht so saisonal-speziell ist wie Tsubokiri Matcha, aber (auch) der gehobenen Preisklasse und Qualitätsstufe angehört: Matcha “Kinrin” von Marukyu Koyamaen.

Billiger(er) und besserer Matcha

Matcha unterscheidet man oft nach seiner Eignung für den “dünnen” Usu-cha oder den “dicken” Koi-cha.

Für Usu-cha, bei dem weniger Matchapulver verwendet wird (2 Portionen am Chashaku-Teelöffel), kann auch strenger schmeckender billigerer Matcha verwendet werden. Deren Bitterkeit wird ohnehin mehr verdünnt.

Für Koi-cha, für den gut 3 Portionen Matchapulver (oder mehr, je nach Teeschule – ich verwende ohnehin 3 für meinen “Standardtee”, der immer noch Usucha ist) genutzt werden, ist die Qualität des Tees sehr viel wichtiger. Bei dessen hoher Konzentration an Tee ist Bitterkeit sonst extrem.

Kinrin Matcha

Der “Kinrin” von Marukyu Koyamaen ist der günstigste unter deren Tees gehobener Güte, die sich auch für Koicha eignen.

Als Koicha soll er eine gewisse Bitterkeit im Geschmack haben; in meiner Erfahrung kann ich diese aber nicht bestätigen:

Für mich ist der Kinrin, zubereitet als Usucha, schon sehr rund, reichhaltig-umami im Geschmack.

Er hat Noten, die ich gerne (wie das auch bei manchem Sencha getan wird) als spinatig bezeichnen will. Nicht in einem schlechten Sinne, vielmehr im Sinne eines starken, vollmundigen Aromas.

Für einen wirklich hochwertigen Matcha (für Koicha) fehlt es Kinrin an der Süsse und dem noch stärkeren Umami, das jenen eigen wäre; er hat aber umgekehrt eben nicht deren Preis.

Im Vergleich zu günstigeren Matcha, die nur für Usuicha geeignet sind, hat er aber eben keine herben Noten, wie sie so manchen “Anfänger” mit Grüntee abschrecken.

(Beispiele für beide dieser Aspekte werden wir noch kennenlernen.)