Das allererste, was ich eigentlich in Japan hatte essen wollen, weil Sansho (japanischer Pfeffer) dabei ganz sicher eine Rolle gespielt hätte, war unagi – Aal.

Ich hätte auch ein gutes Restaurant dafür gekannt, wäre in die richtige Gegend gekommen – und dann war das geschlossen mit einer Erklärung an der Tür, die meine mickrigen Japanischkenntnisse bei weitem überforderte.

Am Flughafen Haneda

Beim Warten, über Nacht, auf meinen frühmorgendlichen Abflug vom Haneda Airport (noch einmal ein Hotel wollte ich nicht bezahlen, besonders wo ich aus diesem früher hätte aufbrechen müssen, als überhaupt öffentliche Verkehrsmittel fahren), da find ich dann aber nicht nur das bis dahin beste Geschäft für die diversen speziellen japanischen KitKat, sondern auch zwei Plätze für Unagi.

Der erste wäre eine Zweigstelle eines anscheinend alten und etablierten Unagi-Restaurants gewesen. Klang nicht schlecht, aber wäre teuer gekommen und sprach mich (darum) nicht so besonders an.

Der zweite?

Einfach ein Yoshinoya, also japanisches Fast Food…

Unagi

Trotzdem, unter den diversen Nudelsuppen und Reis-Sets gab es dort eben auch Unagi, und so wollte ich diesen zum Abschluss doch noch probiert haben.
Er war, meiner Meinung nach, auch ziemlich okay – Reis, typisch fettiger Aal, ein wenig eingelegtes Gemüse, Misosuppe – und natürlich das Päckchen Sansho, das zu Aal geradezu sein muss.

In seiner – in Japan – typischen grünen Form, zitronig mit nur ein wenig von dem typischen Sansho-Vibrieren passt er wirklich gut zu Aal. Aber gut, er war auch gut zu Huhn, wie ich ihn ja auch hatte, zu Soba und Udon…

Jetzt also hoffen, dass meine eigenen Sansho-Pflanzen gut wieder austreiben und weiterwachsen werden. Und es ist Zeit, mit den mitgebrachten Gewürzen etwas zu experimentieren.

Also, viel zu tun – und noch viel mehr zu erzählen…