Kultivierung von Chiltepines

Im web liest man oft, dass Chiltepin so gut wie gar nicht anzubauen ginge. In aller Klarheit: das ist Blödsinn.

Es handelt sich allerdings um wilde (oder maximal erst seit kurzem angebaute) Formen von Chilli, so dass man über ihre Besonderheiten besser Bescheid wissen muss.

Geht man den Anbau so an wie jenen von Chilli-Kulturformen, dann kann man schon gegen gewisse Probleme anlaufen.

Capsicum annuum var. glabriusculum besitzt (normalerweise) noch eine der Eigenschaften wilder Chillis: Samenruhe.

glashausDementsprechend ist die Keimung von Chiltepin etwas schwieriger herbeizuführen und erfolgt unregelmäßiger als jene anderer Chillis. Geduld und hohe Wärme sind die wesentlichen Notwendigkeiten.

Sind Chiltepin erst einmal gekeimt neigen sie dazu, einige Zeit zu brauchen um sich zu etablieren und in Stimmung – beziehungsweise passende Bedingungen: heiß, einigermaßen hohe Luftfeuchtigkeit, viel Sonne aber keine direkte Sonnenbestrahlung – zu kommen.

Passen die Bedingungen, neigen sie jedoch dazu binnen weniger Wochen in beträchtliche Höhe (leicht bis 1m) zu wachsen. Seitentriebe werden erst vergleichsweise spät gebildet; ein Köpfen des Haupttriebs kann daher – will man die Pflanze in einer handhabbaren Form halten – ratsam sein.

Rückschnitt vertragen die Chiltepines besser als nahezu alle anderen Chillis, allerdings wachsen sie natürlicherweise mit sehr langen, überhängenden (bzw. mit in Schattenbäume hängenden?) Ästen. Blüten bilden sich erst am Ende der Äste wo diese sich dann auch verzweigen, so dass es nicht ratsam ist diese (zu früh) zu kappen.

Frost vertragen auch die Chiltepines so gut wie gar nicht; sie können sich jedoch einigermaßen gut vom Stamm her wieder regenerieren (sprich: neu austreiben). – Aber natürlich nur wenn dieser nicht gefroren war.

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