Die wilden Vorfahren der Vielfalt von C. annuum, "die Mutter des Chilli" (was so allgemein nicht stimmt, schließlich gab es auch andere Domestizierungen anderer Arten), das sind die Chiltepines.
- Klein, rund, (meist) rot und scharf genug dass einem die Gläser aus den Brillenfassungen springen...
- Wildwachsende Büsche aus der nordmexikanisch-südwestamerikanischen Region
(aber bis Nordost-Südamerika, eventuell bis Peru, vorkommend). - Gut anzubauen aber schwer zu kultivieren.
- Eine wild gesammelte Delikatesse und eines der teuersten Gewürze.
- Eines der zehn meistgefährdeten Lebensmittel des amerikanischen Kontinents
(nicht umsonst in der "Arche des Geschmacks" von Slow Food).
Botanisch sind die Chiltepines C. annuum var. glabriusculum (= var. aviculare).
Das heißt, sie sind eine Varietät von Capsicum annuum, nämlich die wilde -
C. annuum var. annuum hingegen umfasst die zahlreichen kultivierten Sorten.
Als Fruchttyp bezeichnet Chiltepin die kleinen, üblicherweise roten, sphärischen Früchte hauptsächlich von C. annuum var. glabriusculum.
Diese Varietät kann jedoch auch andere Fruchtformen aufweisen, nämlich solche des Pequin-Fruchttyps - also immer noch klein und üblicherweise rot, aber kegelförmig-spitz.
Als Populärname kann Chiltepin, und noch mehr Chiltepe, auch andere Formen, vor allem aber andere Varietäten bezeichnen.
Bird Pepper ist die häufigste, allgemeine, Bezeichnung für wilde und diesen ähnliche Formen von Chilli. Darunter fällt Chiltepin, aber auch (oft) C. frutescens und zeitweise (etwa im Fall des Charapita) selbst C. chinense.
Es gibt so einerseits eine grosse Vielfalt – wie man sich nun wohl vorstellen kann – an Chiltepin (und Verwandten), andererseits aber ist grosse Vorsicht angebracht. Das was man an Chiltepin-Früchten (im ganzen) erwerben kann, ist meist Chiltepin; Online Shopping ist immer eine gewisse Vertrauenssache, so auch in den diversen Saatgut-Shops : oft genug wird etwas als Chiltepin verkauft, das nicht keimt oder eindeutig nicht Chiltepin ist.
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