Frühstück in Hunan ist eine heisse Sache…
Okay, man wird schon gefragt, ob man denn nun scharf esse oder nicht, aber viele Speisen sollten eigentlich schon scharf sein – und aus gutem Grund: insbesondere in diesen kälteren Tagen (und Monaten) des Jahres braucht der Körper etwas Warmes und Würziges. (Vergessen Sie nicht, dass hier ist Chinas subtropischer Süden, hier gibt es in einer normalen Wohnung darum keine Heizung!)
Ein Ort, den ich immer wieder besuche, ist die kleine Garage/Nudelküche der Nachbarschaft. Normale flache Reisnudeln (米粉), runde Reisnudeln (ähnlich dicken Spaghetii, 圆粉), Nudeln (面条) und, zumindest manchmal, hundun (wonton, 混沌) sind alle im Angebot, die Brühe ist offensichtlich selbstgemacht, und die Suppe wärmt und nährt aufs beste. Die Suppen (oder eigentlich Nudeln) werden normalerweise schon für sich mit etwas Chilli zubereitet (vor allem die HunDun); man selbst kann noch eingelegten Rettich (萝卜) mit Chillipfeffer oder die chinesische Version von Sauerkraut (die ein wenig etwas anderes ist; 酸菜) hinzufügen.
Natürlich gäbe es fürs Frühstück auch baozi (包子), chinesische Dampfbrötchen, und schon in diesen alleine zeigen sich die Unterschiede zwischen verschiedenen regionalen chinesischen Küchen: 辣肉包 (laroubao, ein baozi mit scharfer Fleischfüllung) in Shanghai heisst vielleicht auch so, ist im Vergleich zu jenem in Hunan aber überhaupt nicht scharf; dasselbe gilt auch für 麻辣豆腐包 (mala doufu bao, baozi gefüllt mit scharf-betäubendem Tofu).
In Hunan gibt es sogar eine 辣椒卷 (lajiaojuan), ein “Chilipfefferröllchen” – im Bild unten. Darüber ist ein doufubao dessen scharfe Füllung sich schon durch die Teighülle zeigt…



