Braterbse á Hunan

Gebratene Erbsen

Eines der klassischen Erbsenrezepte aus Hunan ist jenes hier – und wie so oft bei chinesischer Alltagsküche mit einfachen Zutaten kann man kaum von einem Rezept sprechen, so einfach ist es:

Man nehme eine Schüssel/Schale voll frischer Erbsen (oder so viel man halt braucht, also essen möchte), etwas in Scheiben geschnittenes grünes Chilli und ebenso geschnittenen Knoblauch. Wer will, kann das Chilli und den Knoblauch auch fein hacken…

Im Wok wird eine eher dünne Schicht Öl heiss gemacht, darin werden die Erbsen dann gebraten, bis sie einiges an Wasser verloren und sich dadurch verfärbt haben.

Sie sollen schlussendlich so aussehen, als würde man versuchen, sie zu trocknen, aber natürlich noch nicht ganz hart, nur ein wenig ins knusprige gehend, werden.

Bevor die Erbsen also ganz knackig werden, kommen Chilli und Knoblauch in die Pfanne und werden mit angebraten.

Salzen nach eigenem Geschmack (genau so, wie man Chilli und Knoblauch nach eigenem Geschmack verwenden und die Mengen variieren kann).

Gebratene Erbsen

Nachdem mir die Chillinutzung immer so wichtig ist: Es sollte hier schon grünes Chilli verwendet werden; klassische chinesische Varietäten mit grösseren „Pfefferoni“ (soll heissen, langen und dünnen Früchten) mit nicht zu hoher Schärfe wären die Empfehlung für dieses Gericht (wie für viele).

Schweinerne Erbsensuppe

Schweinerne Erbsensuppe

Erbsen muss man natürlich nicht unbedingt braten, sie passen auch sehr gut in Suppe – aber dieses Rezept macht sehr deutlich, warum man unbedingt andere als Zuckererbsen finden muss: mit frischen, aromatischen Erbsen wird diese Suppe wunderbar schmackhaft; mit Zuckererbsen schmeckt sie wie ein missglückter Versuch, einen nach Schweinefleisch schmeckenden Pudding zu produzieren.

Alles was man braucht, womit auch dies wieder mehr eine Idee als ein Rezept wird, ist

  • 1 Tasse Erbsen (wobei „Tasse“ wieder „so viel man will“ bedeutet)
  • 1/4-1/2 Tasse Schweinefleisch
  • grünes Chilli, gehackt
  • Ingwer und/oder Knoblauch, wenn gewünscht
  • 2 Tassen (oder mehr) Wasser
  • Salz
  • ein wenig Öl

Zuerst erhitzt man das Öl in einem Wok (oder Topf) und brät das Schweinefleisch darin an. Herausgebratenes Fett is gut für den Geschmack; man sollte nur nicht mit so viel Öl anfangen, dass alles zu viel wird.

Wenn das Fleisch beginnt, zu bräunen, fügt man das Chilli (und Ingwer und/oder Knoblauch) hinzu und brät es ein wenig mit.

Dann die Erbsen hinzugeben, kurz mitrühren und das Wasser hinzufügen.

Ein wenig köcheln lassen (bis die Erbsen durch sind) und dann nach Geschmack salzen.

Servieren.

Schweinerne Erbsensuppe

Wie immer lässt sich auch hier einiges variieren, mit mehr oder weniger fast aller Zutaten.

Nur grünes Chilli, kein rotes, ist nötig, und vorzugsweise nimmt man auch hier wieder chinesische, lange, schlankere Varietäten mit nur mittlerer Schärfe.

Zu scharf, geschweige denn andere Varianten von Chilli sollten es keinesfalls sein (wobei man sich über die Schärfe schon streiten kann, die variiert mit dem Chilli und dem Koch…).

Nur daran sollte man denken, dass dies eine Suppe sein soll, also gehört genug Wasser dazu 😉