Gib Schatten

Image

Junge Pflanzen gehören allmählich an das Leben im Freien gewöhnt, die plötzlich hohen Temperaturen plus der Wind machen ihnen aber gleich schwer zu schaffen… Viel Aufwand also, ihnen genug Schatten, Wasser, Sonne,… zu bieten.

image

Tja, sind nun mal meine “Babies”…

Neustart

image

Zurück in Österreich, zurück zum Spielen mit Chilli… Nach den Jahren der Abwesenheit ist die Frage, wie es bei dem verbliebenen Saatgut mit der Keimfähigkeit aussieht, also mache ich mich gleich daran, zu dieser verschobenen Zeit, einiges auszusäen. Zuerst allerdings muss bei komplett getrockneten von meinen “kleinen Wilden“ etwas Saatgut entnommen werden – was sich, wie man am Bild sehen kann, bei Charapita etwas gefährlich gestaltet…

Chilli-Weltrekorde – die nichts sagen

Jedes Jahr – manchmal scheint es schon eher so, als wäre es jede zweite Woche – gibt es wieder einen neuen Anwärter auf den Rang des Weltrekord-Chilli. Heisse Saucen ringen sich auch um immer höhere Schärfe. Und welche Sorten verkauft www.chileplants.com, der wahrscheinlich bekannteste Händler von Chili-Jungpflanzen in den USA, am meisten?

  1. Bhut Jolokia
  2. Trinidad Scorpion
  3. Habanero Red Savina
  4. 7 Pot and
  5. Bhut Jolokia Chocolate

Screengrab from The Simpsons (©Fox), "El Viaje Misterioso de Nuesto Jomer"

Alles Sorten, die sich mit dem Titel der “schärfsten” schmücken, zu den “superhots” gehören.

Wie man sich vielleicht schon denken kann, so wie ich über die “Kryptobotanik” des Chili schreibe, betrachte ich diese Faszination als ebenso sinnvoll wie  die Suche nach dem “Guatemalan Insanity Pepper” – eine Angelegenheit, bei der Mythologie die Tatsachen nur unnötig unklar macht. Und ich finde das nicht nur darum, weil ich mich gerne gegen landläufige Meinungen stelle…

Continue reading

Survivor

Hat schon seinen Grund, dass ich Chiltepin so liebe… sie sind hart im Nehmen

Chiltepin buds / Chiltepin-Knospen

Ich hatte ein paar Exemplare davon letztes Jahr zum Wachsen gebracht, liess sie über den Winter in der fürchterlichen Hunan-Erde, die die einzige war, die ich kriegen konnte, draussen am Balkon in ihren Töpfen stehen, ohne sie jemals zu giessen – und jetzt wo es wärmer wird, erscheinen trotzdem Knospen an manchen von ihnen.

@Erich Stekovics

P1090344Durch meinen Sommeraufenthalt in Österreich hatte ich auch die Gelegenheit, wieder einmal meinen guten Freund, Paradeiser- und Chillibauern Erich Stekovics, den “Kaiser der Paradeiser” zu treffen.

Am bekanntesten ist er wohl für seine eingelegten Tomaten – äh, Paradeiser – aber er produziert auch Fruchtkonfitüren und Produkte vom Chilli. Tatsächlich sind Chillisaucen, eingelegte Pepperoni und mit Chilli gewürzte eingelegte Früchte unter seinen Bestsellern…

Für mich als jemanden, der die Chillis und ihre kulturellen und kulinarischen Bedeutungen studiert, ist es immer wieder interessant zu sehen, wie eine grosse Vielfalt derselben kommerziell angebaut wird, wie mit verschiedensten Sorten aus der ganzen Welt experimentiert wird (darunter ja auch einige, die ich selbst für einen ebensolchen Zweck aufgetrieben habe). Das ganze noch dazu unter im wesentlichen biologischen Methoden, ohne industrielle Mittel und Methoden.

Das Highlight dieses Jahres: Wo würden Sie denken, wird eine Chilipflanze besser wachsen – in einem grossen Treibhaus, das ihr tropische Bedingungen bietet, oder einem kleinen, das gerade einmal gewissen Schutz bietet?

Wie man am Bild oben unschwer erkennen kann, wachsen die Pflanzen in ersterem wie verrückt. Sie produzieren jedoch im kleineren Treibhaus wesentlich besser. Die Pflanzen dort sehen – im Vergleich schon überhaupt – etwas zurückgeblieben aus, sieht man aber unter die Blätter, findet man eine wunderbare Fülle an Früchten (sh. unten).

Die Saga an Geschmacksunterschieden ging auch hier weiter: Süsse Konfitüren munden auch dem chinesischen Gaumen durchaus, frische Paradeiser aus der bunten paradiesischen Vielfalt bei Erich sind eine Offenbarung – solchen Geschmack kann man sich kaum vorstellen! Die österreichische Art, Chillisaucen herzustellen jedoch, findet gar keinen Anklang, ob nun mit Öl oder mit Essig, es ist so oder so zu anders. Kein Wunder, mögen Chinesen doch oft schon das Essen einige Landkreise weiter nicht so sonderlich ;-)

P1090350