6.23.2006

3 neue Arten von Capsicum

Drei neue wilde Arten Capsicum aus Brasilien:

In Systematic Botany beschreiben Gloria E. Barboza und Luciano De Bem Bianchetti die Arten

  • Capsicum pereirae (verwandt mit C. mirabile),
  • Capsicum friburgense (aus C. cardenasii) und
  • Capsicum hunzikerianum (aus C. cornutum).
C. pereirae hat typischerweise - es gibt Ausnahmen - leicht violette Blüten mit grün-gelben Punkten (Punkte wie sie von C. baccatum, Aji, bekannt sind), sehr lang gestreckte und glänzende Blätter.
C. friburgense hat Blüten in pink oder lila in einer campanulaten Form (einfach gesagt: eine Form die an eine Glockenblume erinnert).
C. hunzikerianum hat bis zu 1,6 cm große Blüten, wächst bis 3 m hoch und in sumpfigen Gegenden - alles (laut den Autoren) Besonderheiten...

Diese Arten gehören allerdings zu jenem brasilianischen Zweig der Gattung Capsicum der im wesentlichen nur aus Wildarten besteht. - Kultivierte Arten gibt es nach wie vor nur die fünf (einigermaßen) bekannten, und selbst bei diesen Arten wird darum gestritten wie es um ihren Status genau bestellt ist.
Bosland und Votava sprechen in "Peppers. Vegetable and Spice Capsicums" bei diesen fünfen von Art-Komplexen...

6.12.2006

zum Workshop "ChilliCuisine" vom 10. Juni 2006

"Menü" und Rezepte:

Tex-Mex Chili
... nach einem einigermaßen üblichen Rezept mit
  • Zwiebel,
  • Faschiertem,
  • Paprika (die in dieser Reihenfolge in etwas Öl angebraten werden),
  • Tomatensauce,
  • Kidney-Bohnen (auch wenn die Frage ob diese denn wirklich dazu gehören, strittig ist),
  • Mais.
  • Gewürze: Knoblauch, etwas Bohnenkraut, vor allem Cumin.

Eigentlich gehört zum Rezept noch etwas handelsübliches Chilipulver und natürlich einiges an Chilli (Empfehlung: Jalapeno, Guajillo). In diesem Fall wurde es jedoch kaum gewürzt weil es als Basis für das Auskosten verschiedener getrockneter und gemahlener Chillis diente...


Truthahn mit Mole

... aus:

  • Sesam und Mandeln die leicht trocken geröstet werden;
  • Ancho, Mulato und Pasilla-Chillis, ebenfalls kurz angeröstet (schon alleine für die Erfahrung des Chilli-Rauchs ;).

Zusammen mit

  • Tomaten,
  • Limettensaft,
  • Rosinen (und ein paar getrockneten Weichseln für die Säure),
  • einer Prise Zimt, 2 Gewürznelken, 2 Korn Piment

püriert; mit ein wenig Suppenpulver und zerbröselten gerösteten Kakaobohnen noch etwas geköchelt ...

Gereicht über kurz (aber ausreichend) gebratenem Truthahn, um der Tradition halbwegs zu entsprechen (zu der es eigentlich gehören würde, das man Tomatillos -mit- verwendet, Maistortillas mit in die Mischung gibt, statt Kakaobohnen ungesüßte mexikanische Schokolade nutzt und/oder überhaupt die Zutaten nach Belieben variiert: So scheint mir, dass anderes Geflügel wesentlich schmackhafter ist als Truthahn - aber ein wenig kritisch bin ich wohl doch...).

Alleine die Liste an Zutaten ist jedoch eine, meiner Meinung nach jedenfalls, notwendige Inspiration. - Die Mischung wird tatsächlich sehr geschmackvoll, auch wenn man nicht unbedingt glauben wollte dass diese Zutaten miteinander harmonieren werden.

Ach ja, und natürlich Chilli-Brownies.

Wieder nach dem Rezept das weiter unten - als Eintrag zum Chilli & Schokolade-Workshop - schon zu finden ist. Allerdings stellt sich endgültig fest, dass man sich das Backpulver sparen kann und sollte. Die Backzeit muß gut an die Größe/Dicke angepasst werden! (Inzwischen sage ich das aus Erfahrung, sie wären innen noch flüssig gewesen...)

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