Kochen mit ChiliCult: JiaChang Doufu, Oft-Zuhause-Gekochtes Tofu

Jiachang Doufu

JiaChang Doufu, Tofu nach oft genutzter Art des Hauses, brät festen Tofu zu einem etwas kräftigeren Mundgefühl um ihn dann auch noch mit Chilli und Knoblauch würzig zu machen.

Die Würzung ist eine typische für die Hunan-Küche, und in ihrer Mischung aus Salz, ein wenig Fett (Öl) und eben Würze ist sie genau das, was Tofu braucht und was zu Reis wunderbar passt.

Wie üblich für die Hunan-Küche ist hier das richtige Chilli, mit schöner (roter) Farbe, Aroma, aber nicht zu hoher Schärfe, essentiell.


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Kochen mit ChiliCult: JiaChang Doufu, Oft-Zuhause-Gekochtes Tofu
Ein schönes Rezept, um den guten Geschmack eines festen Tofu, zubereitet nach Hunan-Art, schätzen zu lernen
Jiachang Doufu
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Jiachang Doufu
Anleitungen
  1. Tofu in Scheiben schneiden, ca. 7 mm dick, halbiert. Chili waschen und in Stücke (eher kleiner) schneiden; Knoblauch schälen und grob zerdrücken; Ingwer in dünne Scheiben schneiden.
  2. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Tofu nach und nach im heissen Öl braten. Dabei nicht bewegen sondern erst braten lassen, bis unten erkennbar gebräunt, dann lösen und wenden, andere Seite bräunen lassen. Fertig gebratenes Tofu auf einen Teller geben und mit den restlichen Stücken weitermachen, bis alles Tofu gebraten ist.
  3. In der Pfanne mit etwas Öl das Chilli anbraten (maximal bis es sich leicht zu verfärben beginnt). Knoblauch und Ingwer hinzufügen, ein paar Minuten mitbraten (maximal an den Anfang der Bräunung beim Knoblauch, aufpassen, dass das Chilli nicht anbrennt…)
  4. Wasser aufgiessen, salzen, etwas Sojasauce hinzufügen, noch einmal aufkochen lassen. Herd ausschalten.
  5. Gebratene Tofuscheiben hinzufügen, alles gut durchwenden (um es zu vermischen, das Tofu aber nicht zu zerbrechen).
  6. In einem Suppenteller anrichten, mit gehacktem Schnittlauch garnieren.
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Kochen mit ChiliCult, Saisonal: Spargel im (Austro)Hunan-Stil

Bevor die Spargelsaison gleich wieder vorbei ist, da ist es höchste Zeit für ein Rezept in unserem typischen Hunan-Stil.

Diese Art zu kochen stellt mich allerdings immer wieder vor dieselbe Herausforderung: Wie beschreibt man eigentlich etwas als ein Rezept, das so einfach ist und davon ausgeht, dass man eine gewisse Ahnung vom typischen Kochen hat?

Aber gut, genau darum gibt es ja auch das Video dazu, damit man auch vom Zusehen lernen kann. Und diesmal habe ich keinen so blöden Fehler gemacht wie bei den Hühnerflügeln, die ich für dasselbe Essen gekocht hatte…

Na ja, den Spargel ein wenig unter einem Deckel zu dünsten ist normalerweise hier gar nicht nötig, aber bitte.

Die Kombination, die man hier findet, ist typisch Austro-Hunan:

Spargel ist nicht gerade ein chinesisches Gemüse; er wird dort nicht angebaut.

Er passt allerdings doch ins Küchenprogramm, immerhin ist er ein schmackhaftes Gemüse, und noch dazu ein Gemüse, das relativ gut saisonal angeboten wird. (Es ging natürlich schon etwas verfrüht mit Spargel aus Peru und von sonstwo los, aber der meiste kommt ja doch aus dem Marchfeld und anderen Orten in der Nähe…)

Hunan-typisch kochen wir ihn mit Chilli; so passt das dann schon überhaupt in den Hunan-Stil.

Wieder einmal ist ziemlich klar, was für Chilli es braucht:

Grünes Chilli nämlich. Nicht zu scharfes, aber schon etwas würziges.

Dazu noch etwas Knoblauch für den verstärkten Geschmack und man hat ganz übliche Hunan-Küche, die einfach schmeckt.

Ich hatte mich auch einmal an Spargel, eingewickelt in Speck und im Ofen gebacken, versucht. Ich fand den nicht so schlecht, der Kommentar von Xiaohe (meiner besseren Hälfte) war aber typisch: „Was? Wieso hast du den Spargel nicht so gemacht wie immer? So mag ich ihn lieber.“

Tja.

Genug gehabt, liebe Leser, von Spargel mit (vielleicht auch noch Fertig-)Sauce?

Dann probiert doch mal diese Hunan-inspirierte Version.

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Kochen mit ChiliCult, Saisonal: Spargel im (Austro)Hunan-Stil
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Anleitungen
  1. Spargel waschen, dicke Enden abschneiden wenn/wo holzig. (Eventuell etwas schälen, wenn sehr dicke Haut, älter.)
  2. Spargel in kürzere Stücke schneiden (etwa in Drittel), dann diese der Länge nach vierteln oder in noch kleinere Stifte schneiden. (Julienne von Spargel, wenn jemandem das was sagt.)
  3. Chilli waschen und fein schneiden.
  4. Knoblauch schälen, quetschen, etwas hacken.
  5. Öl in Pfanne erhitzen.
  6. Spargel braten (stir-fry)
  7. Wenn Spargel weicher wird, Chilli und Knoblauch dazugeben und mit braten.
  8. Salzen und servieren.
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Backen mit ChiliCult ;) – Ischler, Klassisch, als Teufl-Ischler und als Japan-Ischler

Ischler

Ischler sind Doppeldeckerkekse einer nicht zu unterschätzenden Grösse, zumindest wenn man sie an das Original angelehnt macht, mit einer Schokoladencreme-Füllung.

In meiner Zubereitung ist das Rezept dafür etwas vereinfacht (und braucht alles immer noch seine Zeit) und für mich sind sie einer der besten Kekse um beim Backen etwas mit Füllungen zu experimentieren.

Dementsprechend auch gibt es sie von mir klassisch mit Schokoladecreme gefüllt und mit dunkler Schokolade überzogen.

Ischler

In einer Variante mit Chilli in der Füllung als Teufl-Ischler (auch wenn ich sie eigentlich nur sehr schwach mit etwas Chile Ancho, das dank seiner Süsse und nur leichten Schärfe ausgezeichnet zu Schokolade passt, aromatisiere).
Wer allerdings wirklich teuflisch werden will, der kann auch etwas Habanero-Pulver in die Füllung hineinmischen…

Als Japan-Ischler habe ich die Ischler etwas mehr abgewandelt, dem Trend (der bei uns schon lange zu Hause ist) zum Matcha folgend mit einer Füllung aus weisser Schokolade und Matcha und glasiert mit Kuvertüre aus weisser Schokolade.

Nur vorsichtig, die Kekse sind zum Eingraben köstlich – und schnell einmal eine kleine Hauptmahlzeit!


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Backen mit ChiliCult 😉 - Ischler, Klassisch, als Teufl-Ischler und als Japan-Ischler
Ischler
Menüart Kekse
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Stück
Zutaten
Für den Teig
Für die Füllung (klassisch)
Alternativ für Matcha-Füllung
Für die Glasur
  • 150 g Schokolade Kuvertüre (für Japan-Ischler: weisse Schokolade-Kuvertüre, fertig)
  • 60-100 g Butter
Menüart Kekse
Vorbereitung 30 Minuten
Kochzeit 45 Minuten
Wartezeit 2 Stunden
Portionen
Stück
Zutaten
Für den Teig
Für die Füllung (klassisch)
Alternativ für Matcha-Füllung
Für die Glasur
  • 150 g Schokolade Kuvertüre (für Japan-Ischler: weisse Schokolade-Kuvertüre, fertig)
  • 60-100 g Butter
Ischler
Anleitungen
Für die Kekse (Teig)
  1. 100g Zucker und 300g Mehl zusammensieben und mit 200g kalter Butter (in Stücke geschnitten) und dem Eidotter kombinieren.
  2. Schnell zusammenkneten, bis man eine eher klebrige Teigkugel hat. (Es sieht zuerst immer so aus, als könnten diese Zutaten sich nie zu einem richtigen Teig verbinden - und am Schluss ist dann alles so klebrig, dass man eher noch ein wenig Mehl hinzugeben muss.
  3. Im Kühlschrank rasten lassen. (30 Minuten)
  4. Den Teigball aus dem Kühlschrank nehmen, eventuell kurz durchkneten, um ihn ein wenig zu erwärmen (oft bricht der Teig sonst nur auf) und auf dem bemehlten Backbrett etwa 5 mm dick ausrollen. Vorsicht, es braucht oft etwas mehr Mehl, als man glaubt, damit der Teig nicht sofort wieder am Backbrett (oder am Teigroller) klebt. Brechen tut er auch so ganz gerne…
  5. Runde Kekse ausstechen, entweder mit einer Form oder gleich, wie ich das gerne mache, mit einem einfachen Wasserglas in der passenden Grösse. Ausgestochene Kekse auf ein Backblech, gerne belegt mit Backpapier, auslegen. Etwas Abstand ist ratsam, weil sie sich beim Backen ein wenig verbreitern. Übrigen Teig stets wieder zusammenkneten und weiter Kekse ausstechen, bis alles aufgebraucht ist.
  6. Kekse für etwa 15 Minuten bei 180C backen; sie sollten golden-braun aber nicht zu dunkel werden. Dünnere Kekse sind gut zur Orientierung, ob es schon lange genug war. Wenn fertig, Backbleche mit den Keksen aus dem Backofen nehmen und die Kekse gut auskühlen lassen. (Wer alles zu schnell tun will, der verliert, denn die noch-warmen Kekse zerkrümeln bloss.)
Für die Füllung
  1. Das Puddingpulver in der Milch auflösen und vorsichtig, unter Umrühren, erwärmen, bis es zu Puddingcreme stockt. Butter und Schokolade hinzufügen und unter weiterem Umrühren auflösen und mit der Puddingcreme kombinieren.
  2. Für Teufl-Ischler: Chilli nach Geschmack in die Füllung mit hineinmischen. Mein Tipp ist Chile Ancho, weil dieser durch seine Süsse und eher geringe Schärfe sehr gut zu reicher Schokolade und den Keksen passt. Aber wer wirklich teuflisch werden will, kann auch etwas Chocolate Habanero-Pulver hineinmischen.
  3. Für Japan-Ischler: Weisse statt normaler Schokolade verwenden und 1-2 Esslöffel Koch-Matcha in die Masse einrühren.
  4. Abkühlen lassen, damit sich diese Crème verfestigt.
Kekse zusammensetzen
  1. Einen guten Esslöffel von (abgekühlter, gut cremig gerührter) Füllung auf ein Keks klecken, ein anderes Keks obenauf setzen und sie so (vorsichtig) zusammendrücken, dass die Crème bis an den Rand kommt. Wer professioneller arbeiten will, kann auch gleich die Crème gut verteilen, dann nur den Deckelkeks oben aufsetzen…
  2. Anmerkung: Die Billigversion von Ischler wird einfach nur mit Marmelade gefüllt; für eine süssere Luxusversion könnte man auch den Bodenkeks mit ein wenig Marmelade bestreichen, dann die Füllung darauf verteilen, dann den zweiten Keks obenauf setzen.
Glasieren
  1. 150 g Schokolade und 60-100g Butter (oder Öl) langsam schmelzen und rühren, bis gut zu einer glatten Flüssigkeit verbunden.
  2. Fertig zusammengesetzte Kekse mit der für die Glasur geschmolzenen Schokolade glasieren. (Mehr Schokolade in der Glasur macht für eine härtere Schokoschicht, aber ist schwierig zu verteilen; mit mehr Fett lässt sich alles leichter verteilen, wird aber auch dünner; wer professionalistisch werden will, kann auch die Glasur am Rand mit einer Teigspachtel oder dem Löffel verteilen oder zuerst die Keksränder in die Glasur tauchen, blabla… ich empfehle, nicht zu absonderliche Ansprüche zu stellen.)
  3. Ein wenig spät gesagt, aber: zum Glasieren sollte man die Kekse auf einem Gitterrost haben, vorzugsweise über dem (zuerst zum Backen verwendeten) Backpapier, um hinuntertropfende Schokolade aufzufangen.
  4. Wer will, kann in die Mitte der Glasur eine Walnusshälfte setzen; das sieht gut aus, schmeckt gut, und die Nuss lässt sich gut als Achse verwenden, um den Keks dort (und unten) zu halten und ohne Schokofinger zu bekommen abzuknabbern 😉
  5. Kekse wieder kühl stellen, erst gut ausgekühlt essen!
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