Das arme Chilli, oder: Warum Chilli nicht zu feiner Küche wurde

Diego Velázquez, Kitchen Scene with Christ in the House of Martha and Mary

Die Chillipfeffer gelten nicht gerade als ein feines Gewürz (oder werden als vielfältig wahrgenommen). Der Grund dafür scheint in der Interaktion ihrer botanischen Eigenschaften mit der menschlichen Psychologie zu liegen:

Das Chilli war so effektiv, es hat nicht nur (angeblich) den Pfeffer von seinem Thron gestossen, sondern gleich die gesamte scharf-würzige Küche zu einem Zeichen von niedrigem Status werden lassen. „Das arme Chilli, oder: Warum Chilli nicht zu feiner Küche wurde“ weiterlesen

Coco Chocolatier „Haggis Spice“ Geschmackstest

Schon lange habe ich nicht mehr zu dem Thema geschrieben, aber mit Schokoladen mit besonderen (vorzugsweise scharfen) Aromen habe ich mich schon lange beschäftigt.

Womöglich waren es  sogar genau diese, worüber ich von der reinen Beschäftigung mit dem Chili zum weiteren Interesse an starken Aromen gekommen bin.

Zeit jedenfalls, gerade wo ich Billigschokolade vermeiden möchte, mich wieder intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen.

Coco Chocolatier "Haggis Spice"

Erster Geschmackstest: Coco Chocolatier aus Edinburgh, Schottland und dessen dunkle Schokolade mit „Haggis Spice“-Geschmack.

Haggis Spice?

Beim ersten Hören eher abschreckend, aber doch interessant.

Beim Blick auf die Zutatenliste, doch kein Problem:

Vanille, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Muskat, Nelke, Piment.

Könnte gut – oder nicht so gut – sein… Und ist tatsächlich gut:

Die Schokolade selbst ist eine dunkle (übrigens in Bio-Qualität) mit mindestens 64% Kakao die sehr schön rund und fruchtig, eher zurückhaltend, schmeckt.

Die Gewürze sind als eine Aromenkombination gut bemerkbar, nicht scharf-brennend wie es etwa der schwarze Pfeffer werden könnte, aber würzig-aromatisch und angenehm.

Klar einen Versuch wert!

Kochen mit ChiliCult: JiaChang Doufu, Oft-Zuhause-Gekochtes Tofu

Jiachang Doufu

JiaChang Doufu, Tofu nach oft genutzter Art des Hauses, brät festen Tofu zu einem etwas kräftigeren Mundgefühl um ihn dann auch noch mit Chilli und Knoblauch würzig zu machen.

Die Würzung ist eine typische für die Hunan-Küche, und in ihrer Mischung aus Salz, ein wenig Fett (Öl) und eben Würze ist sie genau das, was Tofu braucht und was zu Reis wunderbar passt.

Wie üblich für die Hunan-Küche ist hier das richtige Chilli, mit schöner (roter) Farbe, Aroma, aber nicht zu hoher Schärfe, essentiell.


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Kochen mit ChiliCult: JiaChang Doufu, Oft-Zuhause-Gekochtes Tofu
Ein schönes Rezept, um den guten Geschmack eines festen Tofu, zubereitet nach Hunan-Art, schätzen zu lernen
Jiachang Doufu
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Hunan-Küche
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Personen
Zutaten
Jiachang Doufu
Anleitungen
  1. Tofu in Scheiben schneiden, ca. 7 mm dick, halbiert. Chili waschen und in Stücke (eher kleiner) schneiden; Knoblauch schälen und grob zerdrücken; Ingwer in dünne Scheiben schneiden.
  2. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Tofu nach und nach im heissen Öl braten. Dabei nicht bewegen sondern erst braten lassen, bis unten erkennbar gebräunt, dann lösen und wenden, andere Seite bräunen lassen. Fertig gebratenes Tofu auf einen Teller geben und mit den restlichen Stücken weitermachen, bis alles Tofu gebraten ist.
  3. In der Pfanne mit etwas Öl das Chilli anbraten (maximal bis es sich leicht zu verfärben beginnt). Knoblauch und Ingwer hinzufügen, ein paar Minuten mitbraten (maximal an den Anfang der Bräunung beim Knoblauch, aufpassen, dass das Chilli nicht anbrennt…)
  4. Wasser aufgiessen, salzen, etwas Sojasauce hinzufügen, noch einmal aufkochen lassen. Herd ausschalten.
  5. Gebratene Tofuscheiben hinzufügen, alles gut durchwenden (um es zu vermischen, das Tofu aber nicht zu zerbrechen).
  6. In einem Suppenteller anrichten, mit gehacktem Schnittlauch garnieren.
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