ChiliCult goes Japan. Das Paradox japanischer Küche und starker Aromen

ChiliCult goes Japan. Das Paradox japanischer Küche und starker Aromen

Kürzlich habe ich Japan auf einer rasanten 10-Tage-Tour bereist.

Es gab ein paar persönlich-professionelle Gründe dafür, ein Hauptgrund war allerdings, dass ich mein praktisches Wissen rund um die Nutzung starker Aromen dort erweitern wollte.

Da läuft nämlich etwas recht seltsames ab.

Wenn man auch nur irgendwas von japanischer Küche weiss, dann ist das wohl ein Wissen um die Bedeutung der reinen Geschmäcker der jeweiligen Zutaten. Das Aroma soll gut sein, stark und klar.

So jedenfalls wird es gerne erzählt.

Selbst in Sushi oder Sashimi, diesen Glanzstücken des reinen japanischen Kochens, findet man aber mit Essig angesäuerten Reis.
Wasabi wird wohl ganz in der Nähe zu finden sein.

Geht man einen Schritt „hinunter“ zu einer Küche, die mehr nach Zuhause oder Bars aussieht, zu solchen Dingen wie Udon oder Ramen, dann taucht dort sicherlich Shichimi auf.

Eine Mischung von sieben Gewürzen, mindestens eines davon Chilipfeffer. Und wo es Shichimi gibt, dort gibt es auch Ichimi. „EinGeschmack.“ Nichts anderes als Chilli. Und so geht es weiter.

Plötzlich findet man dann auch Shishitou-Chilli unter dem Tempura, das man gerade bekommen hat.

Man kauft irgendwo eine Box mit Reis und Unagi (Aal), und japanischer Pfeffer (Sansho) wird selbstverständlich dabei sein. Sei das nun in einem spezialisierten Restaurant oder im nächsten Fastfood-Laden.

Dann wäre da noch Myoga, japanischer Ingwer. Und normaler Ingwer. Irgendwo in dem Zusammenhang sollte sich dann auch Azabu-tade (Wasserpfeffer) finden lassen.

Und dann gibt es natürlich noch mehr Chilli, sei es als Pulver oder in Saucen. Und, immer öfter, in Kombination mit Yuzu, „der“ japanischen Zitrusfrucht (oder eigentlich einer von mehreren).

Und natürlich wäre da auch noch grüner Tee, allen voran Matcha. Auch nicht gerade der leichteste aller Geschmäcker, und wieder ein Aroma mit grosser und missverstandener Vielfalt.

Darüber wollte ich mehr herausfinden, mehr lernen – und mehr berichten.

Los geht’s.



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