Auf der Spur von Würze in Japan 3: Das Instant Ramen Museum, Osaka

Auf der Spur von Würze in Japan 3: Das Instant Ramen Museum, Osaka

Der nächste Taifun brachte mich früher ab vom Kumano Kodo Pilgerweg als ich geplant hatte.

Regen sollte mich aber zumindest nicht davon abhalten, mehr von Osaka zu sehen, welches selbst in einem Land, das so viel Aufmerksamkeit auf Esskultur legt wie Japan, bekannt ist als eine Stadt mit einer speziellen Obsession mit dem Essen.

Erste Station, jetzt wo ich die Zeit dafür hatte: Das Momofuku Ando Instant Ramen Museum (auch bekannt als Cupnoodles Museum) im Ikeda-Bezirk von Osaka.

Eingang zum Cupnoodles Museum Osaka
Eingang zum Cupnoodles Museum Osaka

Anfahrt

Der Bahnhof Ikeda auf der Hankyu-Takarazuka-Linie ist ziemlich nahe und dieselbe Suica-Karte, die man wohl schon für den Nahverkehr in Tokyo gekauft hat, die funktioniert hier auch; Google Maps macht die Navigation auch ganz einfach. So kommt man auch an diesen Ort, der doch ein wenig ausserhalb der Teile von Osaka, die oft besucht werden, ohne Probleme.

Eintritt

Der Eintritt in das Museum ist gratis, nur der „Kreiere deine eigene“ Cupnoodle-Fabrik-Teil kostet etwas. Dafür kann man dort eben selbst ein wenig kreativ werden.

Der (zweite) wesentliche Teil des Cupnoodles Museum, wo man seine eigenen Cupnoodles gestalten kann
Der (zweite) wesentliche Teil des Cupnoodles Museum, wo man seine eigenen Cupnoodles gestalten kann

DIY Cupnoodle

Zuerst bekommt man (eben gegen Geld in einen Automaten) seine Packung (mit Deckel, damit alles hygienisch bleibt), lässt sich an einen Platz an den langen Tischen leiten.

Dann ist Malstunde angesagt: Zuerst einmal wird die Verpackung bemalt, wie man es will (und kann 😉 ).

Dann geht es zu den Plätzen für die Füllung, wo man die Verpackung an eine der hilfreichen Damen überreicht, sie eingespannt bekommt und selbst einmal drehen kann, damit die Trockennudeln in der Cup landen.

Weiter zu den Zutaten für die Suppenbasis und die drei weiteren Dinge, die man sich als Zutaten/Geschmäcker aussucht.

Die 'Bar', um seine Wahl an Ingredienzien zu seinen Cupnoodles hinzuzufügen
Die ‚Bar‘, um seine Wahl an Ingredienzien zu seinen Cupnoodles hinzuzufügen
Und so wird die persönliche Auswahl an Cupnoodles-Zutaten präsentiert
Und so wird die persönliche Auswahl an Cupnoodles-Zutaten präsentiert

Noch ein Schritt weiter, und die Cupnoodles wird vakuumversiegelt.

Dann nimmt man sie wieder und geht an die letzte Station, um sie in einer Tasche Luftpolster-mässig zu schützen (indem man aus dieser durchsichtigen Tragtasche eine einzige Luftblase um die Cupnoodles macht.

Es ist alles eine ziemliche Spielerei, aber passt dafür nur umso besser zu Japan. Und es ist nicht uninteressant zu sehen, was man hier für Geschmacks-Zutaten hinzufügen kann und sich zu überlegen, welche Kombinationen daraus also möglich wären.

Die Ausstellung

Am Weg dorthin geht es schon vorbei an einer Replik der Hütte, in der alles mit den Cupnoodle begann.

Reproduktion der Hütte, in der die Cupnoodles-Geschichte begann
Nicht alles fängt in einer Garage an

Rechts geht es vorbei an einer (nur japanischen) Ausstellung, welche die Geschichte bis hin zu Instant Ramen im Weltall detaillierter schildert.

Eindrucksvoller noch zeigt die ganze linke Wand die Zeitlinie an Cupnoodle-Produkten, von den allerersten Produkten bis hin zur aktuellen Palette (für die die Präsentation bis an die Decke weiter expandieren musste).

Zeitlinie der Cupnoodles-Produktpalette
Zeitlinie der Cupnoodles-Produktpalette

Beim Selberdesignen stehen noch immer nicht so viele Geschmacksträger zur Verfügung, aber die Produktpalette ist ganz schön breit geworden.

Und weiter

Mit ein wenig Vorplanung könnte man sich auch anmelden, um eine Fabrikstour mitzumachen, wenn ich das richtig gesehen habe. Das hat mich nicht so sehr interessiert. Ich habe mich auch nicht hingesetzt, um meine Cupnoodles gleich dort zu essen, was man auch tun könnte.

Der kleine Geschenkeladen war ganz lustig zu sehen, kawaii 😉

Mich zog es allerdings in den Regen hinaus und ein paar Schritte die Strasse hinunter, wieder Richtung Bahnhof, zu Ippudo Ramen…



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