Kochen mit ChiliCult: Sojabohnen (Maodou)

Sojabohnen sind bekannt… und verschrien – als Gesundheitsessen, als Rohstoff für Tofu und als Viehfutter.

Als eine Art Bohnen allerdings sind sie (ausserhalb Ostasiens) selten genutzt, was eigentlich schade ist; sie schmecken. Und so eine direkte Nutzung würde ihnen vielleicht ein wenig sinnvolleren Aufschwung verleihen als Regenwaldabholzung für Sojaplantagen für Rindfleisch für Hamburger…

Interessant an diesem Essen ist, wie schön es die ‚frühe‘ Art der Sojabohnennutzung zeigt. Früh hier im Sinne von frischen, grünen Sojabohnen, in welchem Zustand man sie in China 毛豆 maodou, „haarige Bohne“, nennt.

Später dann, mit der Reife und getrocknet, werden sie hart und gelb; dann heissen sie auf Chinesisch auch nicht mehr maodou sondern 黄豆 huangdou, „gelbe Bohne“.

Rezept für ‚Gebratene‘ Sojabohnen

(für 2 Personen, für eine von 2-3 Speisen)

Ich kenne hier gar keinen genauen Namen; „gebraten“ trifft es nicht ganz – aber hier bei uns heisst es einfach „Ich mache Maodou“ wenn dieses Essen gemeint ist 😉

Zutaten:

1 kleine Schüssel frische grüne Sojabohnen
1 Handvoll frisches grünes (chinesisches) Chilli mittlerer Schärfe
einige Zehen Knoblauch

Öl, Wasser, Salz

Bei diesem Rezept sollten die Sojabohnen den Hauptteil der Speise ausmachen, sonst aber lässt sich alles nach Geschmack (und Schärfe des Chilli) anpassen.

Zubereitung:

Sojabohnen in heissem Öl braten anfangen.
Knoblauch quetschen; Chilli (und Knoblauch, wenn man will) fein hacken.

Nach etwa 5 Minuten (die Sojabohnen können sich ein wenig verfärben, viel derartiges sollte sich aber gar nicht getan haben) das Chilli und den Knoblauch hinzufügen und unter Rühren mit anbraten.

Nach noch einmal ca. 5 Minuten (leichtes Anbräunen der Zutaten ist okay, verbrennen sollte aber nichts – Chilli und v.a. Chillisamen sind darauf recht empfindlich, wenn man hohe Hitze verwendet) etwas Wasser hinzufügen. Es sollte ncht zu viel sein, aber genug, damit es nicht sofort verdampft ist.

Etwas kochen lassen und salzen, damit die Sojabohnen gar und würzig werden. Die Sojabohnen bleiben knackig, und das sollen sie auch. Das ist das Problem mit Tiefkühlware; sie wird zu gummiartig und verliert den Biss komplett; so sollte das nicht sein.

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