Pflanzen mit Power: Ein keimender Gedanke

Pflanzen mit Power: Ein keimender Gedanke

Am Anfang meiner botanischen Beschäftigungen stand nicht nur das Chilli, sondern standen auch andere Pflanzen mit ungewöhnlichen Eigenschaften.

Ginseng etwa, die geradezu magische, mythenumwobene ‚Menschenwurzel‘ mit ihrer, die Anpassung an jegliche Stressoren fördernden und so zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit beitragenden, ‚adaptogenen‘ Wirkung.

Tee, der sowohl grünen wie schwarzen (und auch anderen) Tee ergeben und zur Konzentration wie auch zur Ruhe beitragen kann.

Und natürlich war da auch noch das Interesse an anderen Kräutern und Gewürzen mit scharfem Geschmack, hat dieser doch einen nur zu interessanten Hintergrund…

Später, mit nur zu viel nur zu dankbar wachsendem und Früchte produzierendem Chilli, war ich von diesem Anbau wieder abgekommen, und ohnehin gab es zu viele Abwesenheiten vom Garten. Zudem war mein Interesse auch stärker bei sonstigem Gemüse gelandet, das für den Alltag und seinen Beitrag zur Gesundheit ohnehin eine wichtigere Rolle spielt. Schliesslich isst man jeden Tag, und alltäglich eine Vielfalt pflanzlicher Kost zu sich zu nehmen trägt mehr zur Gesundheit bei, als ab und an etwas von einer Pflanze, die besondere Kräfte haben soll.

Je weiter ich in diese Themen eingetaucht bin, um so mehr überschneiden sie sich aber.

KuGua
Selbst-angebaute Bittermelone, am Weg zur (Über-)Reife

Die Bittermelone, KuGua, zum Beispiel ist einerseits ein ganz normales (wenn auch dafür ungewöhnlich bitteres) Gemüse vieler tropischer Küchen, nicht zuletzt auch jener in Südchina, woher ich sie ja auch kenne. Zugleich aber wird KuGua als überaus gesund gehandelt und in höchste Sphären gehoben, wenn es um gute gesundheitliche Effekte geht.

Vielleicht noch stärker zeigt sich diese Verbindung von „Power“ und Pflanzen bei Ashitaba. Dieses „Morgen-Blatt“ hat anscheinend eine geringere (ursprüngliche) Verbreitung, beschränkt auf einen Teil Japans. Dort wird es als Gemüsepflanze (mit guter Wirkung auf die Gesundheit) kultiviert. Aber, weil man Hinweise auf zahlreiche geradezu medizinische Wirkungen seiner Inhaltsstoffe gefunden hat, bis hin zu Wirksamkeit gegen Krebs, findet Ashitaba immer grössere Beliebtheit – die so weit geht, dass es nicht nur weiter und in grösserem Massstab angebaut wird, sondern man auch einer anderen südostasiatischen Heilpflanze (der ebenso nur zu viele Kräfte zugeschrieben werden) zu Marketingzwecken diesen Namen verpasst hat.

Keimende Ashitaba-Samen
Keimende Ashitaba-Samen

Mich interessiert es so oder so, denn (echte) Ashitaba gehört zu den Angelica- (Engelwurz-) Gewächsen, die durchaus einige Bedeutung als Heilpflanzen haben, relativ schwierig zu kultivieren sind – und bei mir dank Samen von einer im letzten Jahr gekauften Pflanze nun wieder kommen.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass die Samen so spät im Jahr, wie die Mutterpflanze erst blühte, nicht mehr richtig ausgereift wären.

Mal sehen also, was sich dieses Jahr so alles kultivieren und was sich damit kochen lässt. Ein keimender Same macht noch keine nutzbare Pflanze 😉



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