Zwei Gedanken zum Start einer Saison

Wahrscheinlich habe ich nicht einmal genug Leser, als dass irgend jemandem die Stille aufgefallen wäre – zumal ich ziemlich unregelmässig neue Einträge schreibe… Aber, na ja, es ist nun einmal eine neue Saison, ein neuer Frühling, das Leben geht weiter und wieder einmal ist alles der gleiche Kreislauf und wieder neu. Und zuallererst einmal ist alles langsam, allmählich und viel-beschäftigt.

Wieder einmal also zum Chilli und seinem Verhalten und zum ersten Gedanken, samenbezogen:

Ich möchte ja gerne wissenschaftlich mit dem Thema umgehen, Daten für Statistiken sammeln – aber wenn es um die Keimung von Chilli geht, dann ist das reichlich unsinnig. Sind sie zu alt, dann keimen sie einfach nicht mehr. Sind sie noch keimfähig, dann keimen sie alle ziemlich genau zur selben Zeit.

Keimende Chillisamen

Gedanke Nr. 2, ein Fehler den ich immer wieder gerne mache: Man sollte niemals unterscheiden, wie viele Samen immer noch keimfähig sein werden und darum einfach einen Haufen davon in einen Topf aussäen. Das Resultat ist dann nämlich ständig wieder ein Anzuchttopf in dem alles so eng gedrängt steht wie die Menschen in einer U-Bahn in Ostasien zur Stosszeit…

Anzuchttöpfe, eng gepackt

Nach einem Winter, der kaum einer war, kam der Frühling gleich um die Zeit des astronomischen Frühlingsanfangs, und auch damit gibt es reichlich seltsame Erfahrungen. Mit viel Sonne und schon recht hohen Tageshöchsttemperaturen, den Obstbäumen in Blüte und den Wildkräutern gut austreibend, da scheint es ganz so, als könnte man das Chilli von seinen beengten Zuständen befreien, es vereinzeln und hinausstellen – aber es ist noch fast ein Monat bis Ostern, und bis Anfang Mai könnte es durchaus noch einmal Frost geben, selbst hier. Keine gute Zeit also für falsche Entscheidungen. Die kleinen vorsichtig abhärten, das geht…

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